Das Zimmer neu einrichten, wenn der Wickeltisch nicht mehr gebraucht wird

Landschaftsillustration

Irgendwann ist der Wickeltisch überflüssig, und im Zimmer klafft plötzlich eine Lücke. Viele Eltern zögern, ihn abzubauen, weil er ein Stück Kindheit bedeutet. Trotzdem ist es ein guter Moment, das Zimmer neu zu denken. Der Platz, den das Kind bisher für die Pflege gebraucht hat, kann jetzt zum Spielen, Lesen oder Basteln genutzt werden.

Oft ist die Wickelkommode auch ohne Wickelaufsatz ein brauchbares Möbelstück. Sie kann als Kommode für Kleidung, als Regal für Spielzeug oder als Ablage im Zimmer bleiben. Ist der Aufsatz abnehmbar, entsteht ein niedrigeres Möbel, das besser zu einem größeren Kind passt. Wird sie nicht mehr gebraucht, findet sie vielleicht in einem anderen Raum eine neue Aufgabe.

Aus der Lücke wird ein Platz

Die freie Wand oder Ecke lässt sich vielseitig nutzen. Ein kleiner Tisch mit zwei Sesseln lädt zum Malen und Basteln ein. Ein Kuschelplatz mit Polstern und einem Korb voller Bücher macht die Ecke gemütlich. Oder ein niedriges Regal mit Kisten schafft Platz für das Spielzeug, das bisher auf dem Boden verteilt war.

Beim Umgestalten hilft es, zuerst zu beobachten, was das Kind gern tut. Spielt es am liebsten am Boden, braucht es viel freie Fläche. Baut es gern, ist ein stabiler Tisch mit Kisten sinnvoll. Wer zuhört und zusieht, findet oft von selbst die richtige Lösung. Das Zimmer soll zum Kind passen, nicht umgekehrt.

Auch das Kind darf mitreden: Welche Farbe soll die Ecke haben? Wo soll das Lieblingsstofftier sitzen? Wenn es mitplanen und mithelfen darf, freut es sich über das neue Zimmer. Ein paar Änderungen genügen oft schon, etwa ein anderer Vorhang, ein neuer Teppich oder ein Bild an der Wand, das das Kind selbst gemalt hat.

Alles Weitere kommt mit der Zeit. Das Zimmer wird sich immer wieder verändern, und es muss nicht beim ersten Mal perfekt sein. Was heute passt, sieht in einem Jahr vielleicht schon wieder anders aus. Wichtig ist, dass Platz zum Spielen bleibt und dass das Kind sein Zimmer als seinen Ort erlebt, in dem es sich frei bewegen kann.