Der Couchtisch ist die Fläche, auf der im Wohnzimmer alles landet: Fernbedienung, Zeitschriften, Tassen, Post, ein Malblock und vielleicht noch ein Stofftier. Er steht mitten im Raum und ist immer griffbereit, deshalb wird er schnell zur Ablage für alles, was gerade keinen Platz hat. In einem Alltag mit Kindern ist das kein Wunder, aber es lässt sich mit wenig Aufwand bändigen.
Ein Tablett hilft mehr, als man denkt. Alles, was auf dem Tisch stehen darf, kommt auf das Tablett: eine Kerze, eine Schale oder eine Vase. Was darauf keinen Platz hat, bleibt nicht auf dem Tisch. Das Tablett grenzt die Fläche optisch ab, und es lässt sich mit einem Handgriff wegtragen, wenn man Platz braucht.
Feste Plätze für das, was sonst liegen bleibt
Für Fernbedienungen und Zeitschriften eignet sich ein Korb oder ein Fach unter dem Tisch. Wer es gewohnt ist, alles am Abend dort hineinzulegen, hat morgens ein freies Wohnzimmer. Hat der Tisch eine untere Ablage, sollte sie nicht zur zweiten Fläche für Krimskrams werden, sondern nur ein oder zwei Dinge fassen.
Kinder legen ihre Sachen gern auf dem Couchtisch ab, weil er genau auf ihrer Höhe liegt. Man kann diese Neigung nutzen: Eine Kiste oder ein Korb neben dem Sofa nimmt Malsachen und Spielzeug auf, die gerade gebraucht werden. Am Abend wandert der Korb ins Kinderzimmer oder an seinen Platz. So bleibt der Tisch frei, und die Kinder haben trotzdem alles zur Hand.
Eine kurze Abendrunde, bei der jeder etwas mitnimmt, wirkt Wunder. Es genügt, wenn jedes Familienmitglied seine Tasse, sein Buch oder sein Spielzeug wegbringt. Der Tisch ist dann in kurzer Zeit leer, und der nächste Morgen beginnt ohne Vorarbeit. Auch das Aufräumen wird leichter, wenn es nicht an einer einzigen Person hängen bleibt.
Es muss nicht immer perfekt aussehen. Ein Wohnzimmer, in dem gelebt wird, darf auch einmal etwas Unordnung zeigen. Wichtig ist, dass die Fläche im Großen und Ganzen frei bleibt, damit man sich abends hinsetzen und die Füße hochlegen kann, und dass die Dinge, die dort liegen, mit Absicht dort liegen. Ein einziger schöner Gegenstand in der Mitte reicht oft, um den Tisch ruhig wirken zu lassen.