Kinder basteln für jede Jahreszeit und jedes Fest etwas: Sterne, Girlanden, Ostereier, Laternen oder Papierschneeflocken. Viele dieser Stücke sind schöner als alles, was man kaufen könnte, weil das Kind sie selbst gemacht hat. Ein Jammer, wenn sie nach dem Fest im Müll oder zerdrückt in einer Lade landen. Mit ein wenig Vorbereitung lassen sie sich Jahr für Jahr wieder aufhängen.
Am besten hat jede Jahreszeit ihre eigene Kiste oder Schachtel, die am Ende der Saison gefüllt wird. Eine feste Schachtel aus Karton oder ein Behälter mit Deckel schützt vor Staub und Knicken. Dünnes Papier oder weiche Stoffreste dazwischen verhindern, dass Zerbrechliches leidet. Beschriftet man die Kiste außen mit einem Wort oder einem Bild, findet man sie im Kasten oder auf dem Dachboden sofort.
Was sich aufheben lässt
Nicht alles muss bleiben. Am besten wählt man gemeinsam mit dem Kind aus, was besonders schön ist oder am meisten Freude gemacht hat. Die anderen Stücke können nach dem Fest ein letztes Mal fotografiert und dann verabschiedet werden. So bleibt die Kiste übersichtlich, und das Kind lernt, dass nicht alles behalten werden muss, um wertvoll zu sein.
Empfindliche Stücke wie Papierketten werden locker aufgerollt oder flach zwischen Blättern verwahrt, statt sie zu knüllen. Aufgehängte Dinge, etwa Sterne an Fäden, werden über ein Stück Karton gewickelt, damit sich die Fäden nicht verheddern. Klebestellen, die sich gelöst haben, kann man vor der Lagerung ausbessern, dann muss man im nächsten Jahr nicht suchen, warum etwas nicht hält.
Beim Auspacken im nächsten Jahr wird die Kiste zum kleinen Fest. Das Kind erkennt seine eigenen Werke wieder und erzählt vielleicht, wie es sie gemacht hat. Manche Stücke haben sich verändert, weil das Kind inzwischen anderes gebastelt hat, und wieder andere werden ergänzt. So wächst die Sammlung mit, und das Zuhause bekommt jedes Jahr ein wenig mehr eigene Geschichte.
Schön ist es, ein Stück mit einem kurzen Vermerk auf der Rückseite zu versehen: wer es gemacht hat und für welches Fest. Später sieht man, wie sich die Handschrift oder die Ideen des Kindes verändert haben. Eine kleine Auswahl der schönsten Stücke kann dauerhaft im Zimmer hängen bleiben, während die anderen von Jahr zu Jahr wechseln.