Verkleidungssachen sind im Kinderzimmer besonders beliebt und zugleich besonders unordentlich. Umhänge, Hüte, Tücher und Kostüme werden gern in einen Sack gestopft, wo sie sich verknoten und nach kurzer Zeit niemand mehr Lust hat, darin zu wühlen. Wer sie sichtbar und leicht erreichbar aufbewahrt, lädt zum Spielen ein und muss weniger oft aufräumen. Der richtige Platz ist meist wichtiger als die Menge.
Eine niedrige Stange oder eine Reihe von Haken in Kinderhöhe funktioniert besonders gut. Die Kostüme hängen dort wie in einer kleinen Garderobe, und man sieht auf einen Blick, was zur Auswahl steht. Das Kind kann sich selbst bedienen, ohne um Hilfe zu bitten, und hängt das Kostüm nach dem Spielen wieder zurück, wenn der Haken direkt daneben ist. Die Stange sollte fest montiert sein, damit sie nicht herunterkommt, wenn ein Kind daran zieht.
Kleinteile und Zubehör
Für Hüte, Kronen, Masken und Handschuhe eignet sich ein offener Korb oder Kübel am Boden. Er lässt sich leicht durchsuchen und fasst auch sperrige Dinge. Kleinkram wie Schmuck, Zauberstäbe und Schnurrbärte kommt in ein eigenes Kistchen oder ein Sackerl, das mit im Korb liegt. So verschwindet nichts in der Tiefe der Kiste.
Auch alte Kleidung der Erwachsenen eignet sich gut zum Verkleiden: ein Hemd, ein Schal, eine Tasche oder ein Paar Schuhe, die nicht mehr getragen werden. Solche Stücke sind oft spannender als gekaufte Kostüme, weil sie zum Erfinden anregen. Sie brauchen keinen eigenen Platz, sondern dürfen einfach mit in den Korb oder an die Stange wandern.
Damit es nicht zu viel wird, hilft ein einfaches Prinzip: Es bleiben nur so viele Sachen, wie an die Stange oder in den Korb passen. Kommt etwas Neues dazu, darf etwas Altes gehen. Das Kind kann dabei mitentscheiden, welches Kostüm nicht mehr gebraucht wird, und merkt so, dass es ernst genommen wird. Was ausgemustert wird, kann an Freunde oder Nachbarn weitergegeben werden.
Vor dem Fasching oder einer Geburtstagsfeier lohnt es sich, gemeinsam durchzuschauen, was noch passt und was ergänzt werden könnte. Oft reicht ein Stück Stoff oder ein selbst gemalter Hut, und schon ist ein neues Kostüm da. Auf diese Weise bleibt die Verkleidungsecke lebendig, ohne dass sie zum Stauraum für Vergessenes wird.